© Agentur Einhundertelf

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Bauprojekt Grosser Saal

Modernisierung für die
nächsten 50 Jahre

Soziales und kulturelles Zentrum

Der Saal ist das kulturelle und soziale Zentrum der Schule – mit Konzerten, Theateraufführungen, Schulfesten, Präsentationen der Schülerinnen und Schüler oder Einschulungsfeiern. Er bietet 500 Sitz- und 50 Stehplätze. Gleichzeitig ist er das architektonisches Markenzeichen der Rudolf Steiner Schule Basel, das wie kein anderes Element die Erscheinung der Schule prägt. Das gestalterische Konzept – oft ist von dem Bild einer geöffneten Auster gesprochen worden – beruht auf der konsequenten Verwendung von räumlich gefalteten Polygonalflächen. Der Entwurf stammt von dem Architekten Hans Felix Leu. Die ungewöhnliche Deckenkonstruktion konnte mit Hilfe des Ingenieurs Heinz Hossdorf  realisiert werden, der auch die Aula der Universitätsbibliothek und das Dach des Stadttheaters mitentworfen hat. Die 2016 abgeschlossene Sanierung wurde durch das Basler Büro Standke Architekten geplant und koordiniert.

Warum saniert wurde

Der Saal brauchte nach fast 50 Jahren eine Modernisierung. Akustik, Beleuchtung und Bühnentechnik waren veraltet. Die Lüftungs- und Heizungsanlage befand sich an ihrem Lebensende. Die Raumakustik musste verbessert werden. Feuerpolizeiliche Vorgaben forderten einen zweiten Fluchtweg und sichere Brandabschnitte. Die Dach- und Fensterflächen waren nur minimal gegen Wärmeverlust gedämmt. Für Behinderte gab es keinen barrierefreien Zugang. Ziel war, Funktionalität des Saales für die nächsten 30 bis 50 Jahre sicherzustellen.

Zeitplan und Kosten

Das Budget für die Sanierungsmassnahmen betrug 3.7 Millionen Franken. Die Mittel stammten aus Spenden und Rücklagen, die der Schulverein gebildet hatte. Projektierung und Ausführungsplanung dauerten von Januar 2015 bis Januar 2016. Baubeginn war am 8. Februar. Eröffnet wurde der Saal am 27. August, nachdem das Schuljahr 2016–17 begonnen hatte.

Sanierung

Akkustik, Fluchtweg, Wärme,
Bühne, Barrierefreiheit

Die Massnahmen im Detail

  • Eine neue Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für eine optimale Temperatur und Luftqualität.
  • Für eine bessere Akustik wurden schallabsorbierende Flächen in die Dachkuppel eingebaut. Sie reduzieren die Halligkeit des Saales.
  • Im Foyer wurde eine Rampe eingebaut, die den barrierefreien Saalzugang sicherstellt.
  • Das störende Öffnen der Saaltür während Veranstaltungen wurde reduziert.
  • Feuerpolizeilich war ein zweiter Fluchtweg nötig, der auf den Pausenplatz vor dem Schuleingang führt. Dafür wurde die Seitenbühne partiell zurückgebaut.
  • Die Bühne erhielt Nebenbühnen und neue Funkionsflächen.
  • Die alten Fenster waren nicht mehr bewilligungsfähig. Neu wurden Fenster aus Sicherheitsglas eingebaut, die auch die Wärme dämmen.
  • Die Dachdeckung war asbesthaltig. Sie wurde durch schadstofffreie Eternit-Platten ersetzt und nach dem heutigen Stand der Bautechnik wärmegedämmt.
  • In der Umgebung wurden Bäume gefällt und Sträucher zurückgeschnitten, damit der Saal von aussen als Mittelpunkt und Wahrzeichen der Schule erkennbar ist.
  • Der Pausenplatz vor dem Schuleingang, auf den die Fluchttüre des Saales führt, wurde vergrössert. Damit erhält der Schuleingang ein neues Gesicht.
  • Im Untergeschoss des Saales wurde ein über 100 qm grosses Aussenlager eingebaut.